Qualifizierung zur Taubblindenassistenz
12. Qualifizierungsgang (TBA-Q 2729)
In einem Grundmodul und zwei Schwerpunktmodulen vermittelt die GFTB-zertifizierte Weiterbildung fundiertes Wissen in den Bereichen Kommunikation, medizinische und psychologische Aspekte, Berufsethik, rechtliche Grundlagen sowie Fachpraxis für die Taubblindenassistenz (TBA). Die Weiterbildung richtet sich an alle Personen mit Kompetenz in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Ziel ist es, den Teilnehmenden das notwendige Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten zu vermitteln, um als TBA zu arbeiten.
Die nächste Qualifizierung beginnt voraussichtlich im September 2027 und ist als berufsbegleitende Weiterbildung konzipiert. Das Grundlagenmodul dauert knapp über ein Jahr und beträgt 10 Kurswochenenden plus ein Prüfungswochenende. Ungefähr einmal pro Monat findet ein Kurswochenende statt.
Um die Zertifizierung als GFTB-anerkannte Taubblindenassistenz zu erhalten, muss zusätzlich mindestens ein Schwerpunktmodul erfolgreich abgeschlossen werden. Es sind die Schwerpunktmodule „Lormen/Schriftsprache“ und „Deutsche Gebärdensprache“ wählbar (Es können auch beide Schwerpunktmodule gleichzeitig belegt werden). Ein Schwerpunktmodul umfasst zwei Kurswochenenden plus eine Prüfung. Die Prüfungen zu den Schwerpunktmodulen und damit der Abschluss der Qualifizierung wird voraussichtlich im Februar 2029 stattfinden. Erst danach kann als vom GFTB anerkannte TBA gearbeitet werden!
Hinzu kommen Hospitations- und Praktikumszeiten, die während der gesamten Qualifizierung in beiden Modulen absolviert werden müssen. Ausreichend Zeit für eigenständiges Wiederholen, Lernen und Üben der Kursinhalte muss zusätzlich selbst eingeplant werden.
Ein Kurswochenende umfasst generell 20 UE à 45 Minuten (in der Regel Freitag: 14.00 - 19.00 Uhr, Samstag: 09.00 - 163.0, Sonntag: 09.00 - 14.30 Uhr).
Der Unterricht findet in Nürnberg statt.
Die Teilnehmerzahl der Qualifizierung ist auf 12 begrenzt.
Voraussetzungen zur Teilnahme an der Qualifizierung
- Mindestalter 21 Jahre
- Mindestens Realschulabschluss*
- gutes Sehvermögen, keine Gleichgewichtsstörungen oder andere, der Arbeit als TBA entgegenstehende, körperliche Einschränkungen
- Bereitschaft zum eigenständigen Lernen und zur Selbstorganisation von Hospitationen/Praktika (ggf. mit längeren Fahrtzeiten verbunden)
Bewerbungsunterlagen:
- Motivationsschreiben oder -video in DGS
- Lebenslauf
- Nachweise s. u.
Einzureichende Nachweise:
- Zwei Stunden Hospitation bei einer Person mit Qualifizierung zur TBA oder bei einem Gruppen-Treffen von taubblinden Menschen und TBAs
- DGS-Prüfungszertifikat auf A2 Niveau für Nicht-DGS-Muttersprachler*innen (eine Teilnahmebestätigung reicht nicht aus! Ein Test hierzu wird voraussichtlich im Sommer 2027 im GIB Institut angeboten; akzeptiert wird auch ein DGS-Oberstufenzertifikat, Testmöglichkeiten bietet auch Manimundo an)**
- Leseverstehen Deutsch B1 für DGS-Muttersprachler*innen mit einem Prüfungszertifikat oder Abiturzeugnis (ein Test hierzu wird voraussichtlich im Sommer 2027 im GIB Institut angeboten)
- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag (nicht älter als drei Monate zu Beginn der Ausbildung. Vorzulegen erst nach erfolgreicher Zusage, spätestens zu Beginn der Ausbildung)
Der Anmelde-/Bewerbungsschluss und die Kosten werden zeitnah bekannt gegeben.
Die Möglichkeit zur Online-Bewerbung wird zeitnah freigeschaltet - bitte informieren Sie sich regelmäßig hier.
Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich im Frühjahr 2027 statt.
*Empfehlung:
Für das Schwerpunktmodul Lormen/Schriftsprache ist ein Nachweis von B1 Schriftsprachkompetenz im Deutschen notwendig. Dieser ist mit einem Abiturzeugnis oder dem Nachweis eines B1-Tests erfüllt. Es wird daher empfohlen, bei Interesse an diesem Schwerpunktmodul bereits vor Beginn der Qualifizierung (= des Grundmoduls) B1 Deutsch nachweisen zu können. Möglichkeiten dazu bietet das Goethe-Institut an
**Empfehlung:
Für das Schwerpunktmodul Deutsche Gebärdensprache ist ein Nachweis über ein DGS Niveau B1 für Nicht-DGS-Muttersprachler*innen notwendig. Es wird daher empfohlen, bei Interesse an diesem Schwerpunktmodul bereits vor Beginn der Qualifizierung (= des Grundmoduls) DGS B1 nachweisen zu können. Der DGS B1 Kurs kann voraussichtlich parallel zur Qualifizierung im GIB Nürnberg/München belegt werden. Weitere Möglichkeiten sind an der HU Berlin oder bei Manimundo
ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN!
Kontakt
Fragen gerne an Mirjam Mathes
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