Bericht zur Langen Nacht der Wissenschaften 2025
Bericht zur Langen Nacht der Wissenschaften im GIB
Rund achtzig Gäste nutzten die Lange Nacht der Wissenschaften 2025 für einen Besuch im GIB, das sich auch in diesem Jahr wieder mit einem vielfältigen Programm an der Veranstaltung beteiligte.
Highlights in unserem Programm waren die stündlich stattfindenden Vorträge zu verschiedenen Themen:
Den Anfang machte Harry Krasson, der selbst von Taubblindheit betroffen ist. Er berichtete von seinen eigenen Lebenserfahrungen mit Usher. Sein Vortrag war ergreifend und spannend.


Aufgrund einer Erkrankung eines anderen Referenten boten Markus Beetz und Karin Eberhard an, ihren Vortrag über bayerische Gebärdensprachdialekte zweimal zu halten. Beide Termine waren sehr gut besucht. Für einige Gebärdensprach-Neulinge war das Thema zwar etwas anspruchsvoll, dennoch fanden sie es sehr interessant. Die Gebärdensprache ist äußerst vielfältig, und mit ihrem Projekt möchten Markus Beetz und Karin Eberhard dazu beitragen, dass die Dialekte erhalten bleiben.
Im GIB wird seit Kurzem ein neues Ausbildungsangebot angeboten – die berufsbegleitende Ausbildung zum*zur tauben Dolmetschenden/Übersetzenden. Im Rahmen dessen haben wir Markus Meincke eingeladen, einen Vortrag über seinen Beruf als tauber Dolmetscher zu halten. Diesen präsentierte er online über Zoom.


Im Vortrag von Isabellé Klemm ging es um die Mythen der Schwerhörigkeit. Die Zuschauer*innen stellten viele Fragen und auch ihr Vortrag war sehr persönlich und ergreifend.
Besonders beliebt waren wieder unsere „Mini-Gebärdensprachkurse“, die von der angehenden Gebärdensprachdozentin Lisa Schuler angeboten wurden.
In den gut besuchten Kursen zeigten sich die Teilnehmer*innen beeindruckt von der Möglichkeit, sich mittels Gebärdensprache zu verständigen. Begeistert versuchten sie sich an den ersten einfachen Gebärden.

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Zum Thema Taubblindheit konnten die Besucher*innen einen Selbsterfahrungsparcours ausprobieren. An verschiedenen Stationen hatten sie die Möglichkeit, beispielsweise mit eingeschränktem Hör- und Sehvermögen ein Formular auszufüllen, einen Apfel zu schneiden oder einen Film zu verfolgen. |


Die Besucher konnten sich zudem ausführlich zu den Themen Schwerhörigkeit, Taubblindheit und Gehörlosigkeit informieren.


| Der Landesverband Bayern der Gehörlosen e.V. war mit zwei Ständen vertreten und stellte dort seine vielfältige Arbeit und Projekte vor, darunter das Projekt BayGebDia, zu dem auch zwei Vorträge angeboten wurden |

Trotz vieler Schwierigkeiten, wie zum Beispiel zahlreicher Krankheitsfälle, ist der Abend erfolgreich und reibungslos verlaufen! Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken.
Ihr GIB-Team